von
im Original dzt. bei Fam. Fröschl/Wilhelmsdorf
Textversion vom Original: PGR Christine Fröschl
getippt von Gerda Detz
(Achtung: Nutzungsrechte bei der Pfarre Poysdorf!
Verwendung des Textes nur mit Quellangabe erlaubt!
Bitte um entsprechende Hinweise bzw. Belegexemplare an die
r.k. Pfarre Poysdorf)
Verleyhe mir glückh,
gnad und beystandt,
Meinem anfang, mitl
Und Ente,
In deine Händt.
Thomas Grueber
Zu Wilhelmbstorff
Den 21.igsten May.
Anno 1677.
J:M:J
1
Verzaichnus
Und
Beschreibung
der Gewissen wunderzaichen und Mirackeln, so Gott durch die fürbitt, der
Seelligisten, allezeit reinen Jungfrawen, und Muetter Gottes, Maria, und dißes
heylsamben wassers, bey unßer Lieben Frawen Brünnlein Zu Wilhelmbstorff,
gewürcket hat,
beschriben
durch
Thoman
Gruebern, zu Wilhelmbsdorff
1677
1.
Anno 1653. Ehe undt zuvor unßer lieben Frawen Capelln
gebauet worden, ist der Ehrbahr und beschaydene Herr Paull Pawman Bürger und
Weißgärber zu Poystorff mit einer schwären Krankhheit heimbgesucht worden, hat
sich nach Viellen angewanten Weltlichen miteln Zu „ainzicher“ besserung nit
befinden Khönen, Leztlichen Verlobt er sich Zu Unßer lieben Frawen Brünnlein
nacher Wilhelmbsdorff, sich Zu waschen und Zu baden, ist nach beschehenem glübt
Von Stund an besser worden, Zur Dankhbarkheit er eine gemalene Tafel Zu dem
Brünnlein hiehero gebracht und aufgeopfert.
2.
Anno 1657. Balthasar Gürlich Buerger und Huefschmidt Zu
Poystorff, als ihn Gott mit einer gefährlichen Krankhheit heimgesucht, und ein
geraumbe Zeit darnider gelegen, hat er sich Zu Unßer lieben Frawen Brünnlein
nacher Wilhelmbstorf, mit einem opfer Verlobt, nach beschehenen glübt Zu seiner
Vorigen gesundheit widerumben gelanget, Zur Dankhbarkheit eine gemahlene tafel
hiehero gebracht.
3.
1657. Hannß Stainer Müller auf der Riedlischen Müll bey
Wilhelmbstorff, welcher in einer Schwärr gefährliche Krankhheit gefallen, also
daß männiglich ab seinem aufkhomen Zweiflet, da aber er sich Zu der Von Unßer
lieben Frawen Capeln mit einem opfer Verlobte, ist es alsobald Zu einer
beßerung khomen, und in wenig tagen frisch und gesund worden, Zur Dankhsagung
er eine gemahlene tafel hiehero gebracht.
4.
1658. Michel Wild, Von Unterstinkhenprun ein Inwohner,
welcher Stockhblind Zu Unßer lieben Frawen Brünlein Und Capeln ist geweiset
worden, hat er sich bey gemelten Unßer lieben Frawen Brünnlein den ganzen
Sommer durch aufgehalten, und sich deß heyllsamben wassers bedienet, ist also
an seinem Augen widerumben, durch die fürbitt der Seelligsten Jungfrawen
Muetter Gottes Mariae, und diß heilsamben wassers, gesehent worden,
5.
1659. Ein Mann Von oberstinkhenbrun, welcher Zu Mauern bey
seinem Schwagern angefangen, Da er aber daß Koth mit den Sal:füssen, Parfueß
abgetretten, hat ihn eine giftige wehrn gebissen an seinen rechten Sal:fueß,
also daß er Viel arzney und weltliche Mitl gebraucht, ist der Schaden Vom biss
ie lenger ie ärger worden, also Zwar das der gemelte Sal: rechte fueß ganz groß
aufgeschwollen, Und grosse löcher darim gefallen seydt, hat er sich auf einem
Kharren nacher Wilhelmbstorff Zu Unßer lieben Frawen Brünnlein führen lassen,
sich dißes heyllsamben wassers bediennet und gebrauchet, ist also den Sommer
Durch ganz hayll worden, daß er seinem weg und steg hat gehen khönen.
6.
1659. Jacob Pischoff von kleinschweinburgh, ist ganzer
Zwölff Jahr auf Zweyen Khruekhen gangen, also daß er an beiden Sal:fuessen
Krumb gewessen, da man ihner aber allerley weltliche mitl gebraucht hat, hat er
doch ainzige linderung der Schmerzen nit empfunden, da er aber Von Unßer lieben
frawen Brünnlein, und der darbey erbauten Newen Capeln hört sagen, hat er sich
hiehero führen lassen, sich des wassers fleißig bediennet, sein gebett in der
Capeln täglich Verrichtet, ist er in Kurzer Zeit an beiden fuessen gerad
worden. Zum Zeugnus beide Kruekhen Hinderlassen.
7.
1660. Justina Haßin Von Paastorff lag ein lange Zeit Krankh
in einem Betth, also daß mäniglich an ihrem aufkhomen Zweiflete, da sie sich
aber Zu der allgemainen Nothelferin Mariae gewendet, sich Zu Unßer lieben
frawen Brünlein mit einem opfer Verlobte, ist sie in Kurzer Zeit mit
Verwunderung der benachbahrten, frisch und gesund worden, Zur Dankhsagung eine
tafel hiehero gebrachtz und aufgeopfert.
8.
1661. Den 18. Marty, Khombt der ehrenhafte Herr Matthias
Gräczer Dritnachbar und fleischhackher Zu Paastorff, Zu unßer lieben Frawen
Brünlein und Capeln, sambt seiner Ehefrauen Barbara, opferen eine tafel, darauf
Zu lesen stunde, daß sie beide in einem schwären Zustand geweßen, haben sie
deßwegen solche gemalte tafel Versprochen, obwollen die Underschrifft der tafel
nit beweiset, daß es ihnen ist besser worden, so bekhennen sie es aber mit mund
und herzen, daß es ihnen ist besser worden.
9.
1661. Herr Johann Heinrich Welschpach, fürstl: Kellermaister
Zu hohenaw, und Anna Veronica seine Ehewürthin, sambt ihren Kindern, lagen eine
langwürdige Zeit am fieber sambentlich darnider, und in iherer fiebersucht
khein anders mitl nicht erfünden khönnen, als daß syr sich Zu der Seelligisten
alzeit Jungfrawen, und Muetter Gottes Maria gewendet, sich mit einem opfer Zu
Unßer lieben frawen Brünlein Verlobten, ist also bald die getreue fürbitt
Marieae Vorhanden, und sind gar in kurzer Zeit Vom fieber erlediget worden.
10.
1658. Sußana Kuttlerin, ein Inwohnerin Zu Poystorff,
Melchior Kuttlers Ehewürthin, war an allen beiden Sal: fuessen also hart
erkrummet, daß syr weder auf stelzen noch auf Kruekhen hat gehen noch stehen
khönnen, sondern etliche Jahr auf allen Vieren, bey Sommer und Winters Zeit, im
feld so woll als im dörfern hat umb das Allmoßen Kriechen mueßen, da syr sich
Aber Zu Unser lieben Frawen Brünnlein nacher Wilhelmbstorff begeben, sich deß
wassers gebrauchet, ist syr mit großer Verwunderung der ganzen Pfarrmonig
gerath und gesund worden, daß syr anizo ihrer Handarbeit ohne Verhindernuß, und
ainiger Schmerzen nachgehen khan, dessen khan die ganze Pfarrmonig Zeugnus
geben, welche auch noch im Leben ist.
11.
1662. Balthaußer Zuschman bürger und des würdigen Jungfrauen
Cloßters Zu tulln, Grundrichter zu Poystorff, als er an seinem linkhen aug so
sehr großen Schmerzen erlitten, also Zwar ihner daß aug Vor so großen Schmerzen
Vor daß angesicht herauß ist gestanden, in welchem großen Schmerzen er dann Zu
der allerseelligsten allezeit Jungfrauen Mariae sich gewendet, mit einem opfer
Verlobt, und diß heyllsambe wasser gebrauchet, iß ihner daß aug widerumben in
sein Vorigen Standt hineingangen, Zur Dankhsagung die Seelligste Muetter Gottes
Mariae iher st: bildnus mit einem Rothen Roßengemahlten Umbfangen lassen, und
hiehero aufgeopfert hat, und obwollen die tafel solches nit beweißet, sondern
nur sein Nahm Balthaußer Zuschman darunder geschrieben steht, ist er von denen
Capeln Vattern Thomas Grueber, Andreas Lang und Georg Maßcowiczer gefragt
worden, warumben er gemelte tafel aufgeopfert, hat ers ihnen bekhennet, wies
oben geschrieben stehet.
12.
1662. Kunegund Seyttemanin, Christoph Seyttemans Müller am Ruhhoff
Ehewürthin, opferte eine tafel, darauf die Büldnuß der se. Jungfrau Apolonia
gemahlet ist, wiewollen die rafel mit beweiset, warumben diß bild geopfert
worden, nach dem aber gemelt Kunigundt Seyttemanin gefraget worden warumben sye
diße tafel aufopferte, hat syr gesprochen, sye hab so üblen Schmerzen am
Zähnnen gehabt, ab syr sich zu unßer lieben Frawen Capeln mit einem opfer, und
dißer st: Bildnus Apolonia Versprochen, hat sye alsobald besserung empfunden.
13.
1662. Andreas Hueber buerger Zu Poystorff, als er einem
gefähr: und tödtlichen fahl Von seinem stadl herunder gethan, hat er sich Zu
der algemainen Nothhelferin: Mariae, gewendet, umb hilf und beystand sie
angeruffen, ein glübt Zu Unßer lieben Frawen Brünnlein gethan, ist er ohne
leibsschaden erlödiget worden, Zur Dankhsagung er eine gemahlene tafl hiehero
aufgeopfert hat.
14.
1664. Eva Roßina Grueberin Von wien, ist 4 ganzer Jahr nach
ihrem Herrn Göttn Herr M. Schmidt buerger und Leinwathhandler damal Zu ein beim
Pryller thor, und iherer selbst aigenen aussag: ... stockblind gewesen, und
durch Viel angewente mitl Zu ihrem Vorigen gesicht nit khönen gelangen, Entlich
hat syr auß rath gueter leuth, sich alhero Zu Unßer lieben Frawen Brünlein mit
einem opfer Verlobt, und sich diß wassers gebrauchen wollte, so bald sie alhero
Zu gedachten Unßer lieben Frawen Brünnlein ankhomen, sich einmahl gewaschen,
hernach bey dem Fenster der Capeln einen Roßenkranz wollen betten, fanget syr
an mit folgenten wortten Zu sprechen, Ich siehe ein Liecht brennen, hat sich also
von dem Monath may an biß Zu den 31.sten Juny sich bey Unßer lieben Frauen
Brünl aufgehalten und ihr gesicht, wie sye Vorhero gehabt Völlig Überkhomen,
Zur Dankhsagung Gott, und seiner werthen Muetter, alzeit Jungfrawen Maria, eine
gemahlte tafel hiehero aufgeopfert.
15.
1665. Balthaußer Schöbls Müller Zu Felling Ehewürthin
Barbara, welche etlich Jahr ganz Contract geweßen, und Viellerley mitl
gebrauchet hat, aber alle Vergebens und umbsonst gewesen, hat sye sich in
solchemihen großem Ellendt Zu der allgemainen Nothhelferin, der allezeit
Jungfrawen Mariae der Muetter Gottes gewendet, sich mit einem opfer Verlobt,
und bey Unßer lieben Frauen Brünnlein Zu baden, hat sich nicht allein iher
Contractur Von ihr Verändert, sondern auch Von tag Zu tag besser worden, biß
Zur Völligen Gesundhheit, Zur Schuldigen Dankhbarkheit, hat syr ein gemaltes
bild, mit einer übersürlberten Ram, hiehero aufgeopfert,
16.
1665. Georg Deiml lediges Standts Zu Poystorff, als er in
grosser Und Schwärer Krankheit etlichwochen darnider gelegen, Und Khein anders
mitl erfunden, als daß er sich Zu Unßer lieben Frawen Brünnlein mit einem opfer
Verlobte, welche Verlöbnus so kräftig, daß er dardurch Verdienet, in wenig
tagen gesund Zu sein sich befunden, Zur dankhsagung er eine gemalte tafel hiehero
aufgeopfert, wiewol selbige nit beweiset, daß er gesund worden seye, hat er
doch solches selbsten mit seinem Mund bekhennet.
17.
1666. Als Magdalena Hueberin in Schwerer Krankhheit und
Kopfschmerzen Umb ihr gesicht der augen khomen, hat sye durch vil angewente
mitl ihr gesicht khein änderung Empfunden, al syr sich aber zu der allgemainen
Nothhelfferin Mariae der Muetter Gottes gewendet, nacher Wilhelmbsdorff Zu
Unser lieben Frawen Brünnlein mit einem
opfer Versprochen, hat sie ihr Voriges gesicht Von Gott, durch fürbitt der
allezeit Selligsten Jungfrauen Mariae, und dißes heÿllsamben
wasser, widerumben überkhomen, Zur dankhsagung eine gemalte tafel hinderlassen
Und aufgeopfert.
18.
1666. Als friedrich Castner bürger Zu Zizerstorff an seinem
Sal: linken Fueß große Schmerzen erlitten, hat er sich Zu Unser lieben Frauen
Brünnlein mit einem opfer Verlobt, ist alsobald Davon erlediget worden,
derowegen er Zu Schuldiger Dankhsagung eine gemahlte tafel hiehero aufgeopfert
hat.
19.
1666. Eine Maurerin Zu wien Khombt Vorgemeltes Jahr Zu Unser
lieben Frawen Brünnlein, auf Zweyen Kruekhen gegangen, Und berichtet einem
Capelen Vatter nambens Hanßen Grueber, mitnachbar alda... daß ihr ...schwer
weiß durch einen großen Stain beide ...: fueß sind geschödiget worden, also
Zwar daß sye nach villen angewanten mitln Zur geradigkheit ihrer ....: füessen
nicht gelangen Könth, gab sich also auß noth auf eine Scheibtruchen nach graz
in Steyrmarckh führen lassen, aldort bey Unßer lieben Frauen Sovil gnad
erlangt, daß sie auf zwei Kruekhen hab gehen Khönen, sich widerumben nacher
wien begeben, aldort ein lange Zeit aufgehalten, aber nicht niderkhnien,
obschon die Priester daß ... : hochwürdige Sacrament aufgehöbt und gewandlet
haben, Khönen, Hernacher aber auß rath guetter Leuth Zu Unßer Lieben frauen
Brünlein sich begeben, den vorgemelten Capeln: Vatter Hanßen Grueber alle iher
Zuständt erkläret, ein wachs opfer gelöset, Solches aufzuopfern willens, als
sie aber in Die Unßer lieben frawen Capeln eingangen, und nicht niderknien
Könte, Sondern Stehente ihr gebett und opfer Verrichten wollte, da sie einen
halben Psalter gebettet, könte sie niderknien, da sie aber den ganzen Psalter
Vollendet Zu betten, würfft Syr beide Kruekhen Von sich, gehet Zum altärl
opferte ihr wachs opfer, lasset die zwei Kruekhen bei der Capellen ligen, gehet
in die wachs, Camer, Zeigt Solches Mürackhl erst gedachten Capeln Vatter
Hansen Grueber an, welcher mit
entsezen: und großer Verwunderung, ob dem Weib erschrockhen, daß Gott durch die
fürbitt der Seelligsten Jungfrauen Maria, So augenblickhliche gnad dem armen
ellenden und Krangen weib erweiset hat, auch daß weib vor Freuden, wegen
empfangener großen gnad anfangen Zu wainen, hat also Zur Schuldiger Dankhsagung
eine gemallene tafel, aller Instrumenta, dessen sie sich gebrauchet hat, darauf
mallen lassen und hiehero aufgeopfert.
20.
1666. Catharina Bäntlin Von Ebendorff, ward Von Gott dem
Allmächtigen mit einer gefährlichen leibs Krankhheit heimbgesucht, da aber
khein anders mitl, als der Todt Vorhanden wär, Verlobt sye ihr Mann Zu unser
lieben frauen Brünnlein mit einem St:.opfer, welches Verlobnus So khräftig, daß
syr Von Stund an linderung empfunden, hernach aber in wenig Tag frisch und
gesund worden, Zur Dankhsagung syr eine gemahlte tafel hiehero gebracht,
obwollen die tafel nit beweiset, daß sye gesund worden ist, nachdem sie aber
gefraget ward, hat sye solches mit dem Mundt bekhenet, waß Vorhero beschriben
ist.
21. 1666. Ursula
Gattnerin, deß ehrwuerten Herr Johanni Garttners, Rathsbuerger in der Kayserl:
Statt Laa, ward mit sehr großen Schmerzen an denen Augen geplaget, Und nach
Viellen angewenten weltlichen Mittln,
Kheine besserung Verspirenkhönnen, hat sie also in ihrem großen Schmerzen sich
Zu dennen geistlichen mitln begeben, und sich Zu Unser lieben frauen Brünnlein,
mit einen par Waxenen augen Zu opfern, Und mit dem heyllsamben wasser Zu
waschen Versprochen, so bald sie Solches Verrichtet, hatsier die Schmerzen der
augen gänzlich Verlassen, Zur Dankhsagung Gott, Und seiner werthen Muetter,
eine gemalte tafel Vederlassen und hiehero aufgeopfert.
22. 1667. ....
Johannes Garttner Rathsbuerger und Huefschmidt in der Kayserl: Statt laa, am
Kopf sehr grossen Schmerzen Von Gott heimgesucht ward, also daß er Vermaint er
müße Von Sinnen khommen, hat iher sein weib erinert, .. dass sye Vor einem
Jahr, auch Hülf und gesundheit der augen überkhomen habe, er sollte sich auch
nach Gott, der Seeligsten allezeit Jungfrauen Mariae beeuhlen , er werd auch
erlediget werden, so bald er solches gelübt gethan, ist es bald darauf besser
worden, Und iher der Kopfschmerzen Völlig Verlassen, Zur Dankbhsagung er auch
eine gemahlte tafel Hinderlassen und aufgeopfert.
23. 1667. Maister
Simon Plat, Bstand Schäffler in Under stinkhenbrunn, als er und sein weib
Christina, sambt ihern Kindern ein sehr wehrente lange Zeit daß laydige fieber
gehabt, also daß sye nach Viellen angewenten Mitln davon nicht Könten
entlädiget werden, da sye sich aber Zu der Allerseeligisten allezait Jungfrauen
Mariae gewendet, und sich sambentlich mit heylligen wachs opfern Versprochen,
Solches bey Unser lieben Frauen Brünnlein, vleißig auszurichten und sich Zu
waschen oder baden, hat sich gleich das fieber Von ihnen sambentlich
abgewendet, und sye Völlig Verlassen, Zur Dankhsagung ihr opfer bey Unser
lieben frauen Brünnlein abgelegt, und ein gemalte tafel Zum Zeugnus
Underlassen.
24. 1668. Als der
Edl und Veste Herr Benedictus Riccioni Ihro Röm. Kaiserl: Mayj: Cammer Musicus
in Sehr langwurdiger Kranckhheit und Contractur darnider gelegen, also daß
durch Viell arzney und andere Vielfältige weltliche mitl, nichts anders als der
Todt selbst Zu besorgen waro, da er
aber aus rath guetter Ehrlicher Leuth sich Zu Unser liben frauen der Muetter
Gottes Mariae gewendet, Und sich mit einem opfer Zu Unser liben frauen Brünlein
nacher Wilhelmbstorff Verlobt, Sihe da ist die Augenscheinliche Hülf Gottes,
durch die fürbitt der allerselligisten allezeit reinen Junfrauen Maria,
erschinen, Und ist von seiner Contractur in Kurzer Zeit Völlig entlödiget
worden, zur Danckhsagung er aldar ein gemalte tafel aufgeopfert hat.
25. 1670. Als des
Adami Kunnertmayers buerger Zu Pulgaw, sein Weib und Kinder alle Kranckh
darnider gelegen, also daß er Viel arzney Und weltliche mitl gebraucht hat, und
nichts Zur gesundheit, an ihern hat Verspiren Khönnen, Leztlichen hat er sye
allesambentlich nacher Wilhelmbstorff, Zu Unser liben frauen Capelln mit einem
opfer Versprochen, saind also nach gethannen glübt widerumben frisch und gesund
worden. Zur Dankhsagung er eine gemahlene tafel allhero gebracht und
aufgeopfert hat.
26. .... 1670. Alß
Barbara Eberhartin in einer Kranckheit sich befunden, hat sie sich Zu unser
lieben frawen Brünnlein nacher Wilhelmbstorff Verlobt, hat sie also bald durch
die fürbitt der Seeligisten allezeit rainen Jungfrawen Mariam, iher Vorige
gesundheit erlangt, und ist Von tag Zu tag besser worden, Zur Dankhsagung sye
eine gemahlene tafel alhero aufgeopfert, und Underlassen.
27. ..... 1671.
Hat der Edl Und veste Herr Caspar Alexander theier, Röm: Kayl: Mayj: wein
aufschlags einnember, in poysdorf ein gemahlte tafel Zur Schuldigen
Danckhbarkheit hiehero aufgeopfert, dieweilen er in der von großen Leibs und
lebens gfahren gewesen, und allezeit der Seeligisten Jungfrauen, und Muetter
Gottes Maria sich beuehlen hat, hat er doch und nacher ainigen Schaden nit gelitten
sondern dran alle Zeit ohne Bein:oder Zambbruch davon entlediget worden, Und
sein Schuldiges opfer alda bey Unser lieben frauen Brünnlein abgelegt.
28. 1671. Maria
Helfferin, hate ein 8.jähriges Mägdlein, welches so schwärlich Krankh darnider
gelegen, also daß die Muetter nicht anderst Vermaint daß mägdlein werde die
welt Quittiren müssen, da aber die betrüebte muetter umb fristung ihres Kinds
Zeitlichen Lebens bey der Pfortten des Himmels, der Jungfrauen Maria
angeklopffet, Und daß Zu Unser lieben frauen Brünlein nacher Wilhelmbstorff mit
einem opfer Verlobte Ist daß Ver mainte Halbtodte Kind widerumben Zu iher
Vorigen gesundheit Khommen. Zur dankhsagung sie ein gemalte tafel hiehero
aufgeopfert, wiewollen die opfertafel solches nit schreibt, hat aber die muetter,
nach dem sye gefragt ward, solches öffentlich bekhennet.
29. ... 1672.
Matthias Zaunner Anna ... Verlobten ihr Kind wegen in Blatern Verlohrnen augen
und gesichts, Zu Unser lieben frauen Brünlein nacher wilhelmbstorff, ist also
daß Kind ihres vorig beraubten gesichts
und augen, widerumben theilhaftig worden. Zur Dankhsagung sye eine
gemalte tafel Underlassen und aufgeopfert.
30. 1673. Als
Magaretha Sterbingerin, weyl: Jacob Sterbingers sel: Zu Kreuzstetten
hinderlassenen wittib, in dißem negst Verwichenen früeling Krumb und Lahm auf
allen Viren Krichent Zu Unser liben frauen Brünlein khommen, allsarin Zeitlang
daß helsambe wasser gedrunkhen, und die lahme glider darmit gewaschen, Und ist
wie man sieht Durch die fürbitt der Jungfrauen und Himmelskönigin Mariae, Zu
Voriger gesundheit widerumben gelanget, hat also der wohl Ehrwürdige und
hochgelehrte Herr Johann Herman Rienecker, S: S: Theolog: Doctor, gemelte
Margarethe Strebingerin, als Pfarrherr und Seelsorger Zu Poystorff, eine
Schriftliche Attestation mit eigener Handschrift und Pettschaft ertheilt,
welche Attestation, gemelte Sterbingerin, bey Unser liben frauen Capeln
Underlassen Und aufgeopfert hat.
31. Als Anno 1663.
Die Thartarn in mähren überhand genomben, also daß sye Viel leuth
hinweckhgeführt, und in ihre Schändliche Dienstbahrkheit gebracht haben, Also
hat sich des N: Käßmanhuebers buerger und lederer Zu Nicolsburg in mähren,
Ehewürthin, in die flucht Von Nicolsburg nacher Brünn in Mähren begeben wollen,
auf dem weg aber under der Thartarischen Völckher gerathen, welche sye
gefänglich hinweckh geführet, da sye aber gemelte Käßmanhueberin Under dennen
Thartarischen Völckhern sich befande, Und ihr Ellend betrachtet, hat sie sich
zu Unser liben frauen Brünnlein nacher Wilhelmbstorff, Versprochen, wan ihr
Gott durch die fürbitt der Seelligisten Jungfrauen Mariae, widerumben nacher
Nicolsburg sollte Verhelffen, wollte sye eine tafel in Unser liben frauen
Capeln alhero aufopferen, welche Verlobnus so Krafftig wärr, daß sye inner
Jahresfrist nacher Nicolsburg glückhlich ankhomben, Zur großen Dankhsagung hat
sye die bildnus des St: Antony de Padua alhero aufgeopfert, darauf diese wort
ex voto, und 3. Buchstaben nemblich I. G. K. geschriben stehen , Da man sye
gefragt, warumb syr solches bild opfere, gab sye Zur antwort, sie hatte solches
in ihrer grossen und Ellenten gefängnus der Tartharen Versprochen, und sey
davon erlediget worden.
32. 1674. Eva
Roßina Mayrin, Von Ollmuz auß Mähren, gebürthig, hat Vor 2. Jahren am rechte
Redo: fueß Ungefähr einen Schaden bekhomen, also Zwar daß derselbe gancz Völler
Löcher wärr, Sochen Schaden auch die Wunderärtzt in ollmüz Curieren Desperiert
haben, ist also gedachte Mayerin Vor 15. Wochen auf Zweyen Krückhen gehend Zu
Unser liben frauen Brünnlein ankhomen, sich täglich in demselben gebadet hat,
alda Von Gott dem Allmächtigen, durch die fürbitt der Himmelskönigin Maria ihr
Vorige gesundheit, wie der augenschein beweißet überkhomen, dises be..stiget
der hochgelehrte Ehrwürdige Herr Johann Herman Rieneckher. S. S: Theol: Dr. und
Pfarrer Zu Poÿsdorff, mit
Handschrift und Pettschafft, welche Attestation sÿe gemelte Eva Roßina Mayerin mit sich
nacher ollmuz genomben, ein abschrift derselben herwiderumben gebracht, und
alldar aufgeopfert.
33. ... 1675
Bärtholomaus Schmidt, Büerger Und Passauischer Underthan Zu Poystorff, opferte
die bildnus Unßer lieben frauen Hülf, auß glübt, da er aber gefragt warumben er
solches opfert hatte, gab er zur Antwort er wisse es woll, er sag es niemand,
aber hab ein glübt gethan, sey erhört, und ist ihm auch durch die fürbitt der
Seelligisten Jungfrauen Maria beim brünnlein geholffen wordten, derowegen Zur
dankhbarkheit dise bildnus hiehero Zu Unser lieben frauen Brünnlein
aufgeopfert.
34. ... 1675.
Urßula weinreichin Junfreuliches Stands, Verlobt sich in einer Schwären
Krankhheit, so sye am ganzen leib erlitten, Zu Unser lieben frauen Brünnlein
nacher Wilhelmbstorff, opferte destwegen ein Kleines gemalltes täfferle, darauf
ex Voto, Und ihre Namben Ursula weinreichin geschriben stunde, als sie gefragt
ward, worumb sye solches opferte, gab sie Zur antwort, sye, sey schwär Krankh
geweßen, hab sich hihero Versprochen, Und sey bald darauf gesund worden.
35. 1676. Eva
Harmarin Von Ungerdorff bey laa wohnhafft, ist an händt und beiden Redo:füessen
also erkrumet, also daß sie Viel weltliche mitl gebrauchet hat, ist aber Zu
ihrer gesundheit und Geradigkheit nichts Verhülfflich oder .. nuczlich gewesen,
sondern wie sie selbsten bekhennet, Vielmehrens Schmerzen Verursachet, hat sich
entlich nacher Wilhelmbstorff Zu Unßer lieben frauen Brünnlein mit einem opfer
Versprochen, ist also nach beschehenen glübt, Von tag Zu tag besser worden, und
zu ihrer Vorigen gerathigkheit gelanget, derowegen sie Gott und Unserlieben
frauen Zu Ehren ein gemahlte täfel alhero aufgeopfert hat,
36. ... 1677. Am
4. May, opferte eine Schäfflerin Von Rußbach einen Kleinen weiß Leinen
Schlayer, alß sye gefragt ward, warumb sye solchen Schlayer opfer, gab sye Zur
antwort, sie habe so sehr grossen Unleydenlichen Schmerzen im Kopf erlitten,
hab sie sich Zu Unßer lieben Frauen Brünnlein nacher Wilhelmbstorf Versprochen,
so ist sie bald darvon erlädiget worden, Gott sey lob und dankh gesagt.
37. ... 1677. Von
dem Löbl. Caraffischen Regiment Zu pferd, Under des obrist Wachtmaisters H:
Grafen Von Lampach Comp:, bestellten fuorier, ist mit einem schweren Zustandt
und außsaz am ganzen leib behafft geweßen, und noch dazu in ein Schröckhliche
Krankhheit gerathen, Alß er aber alhir Zu wilhelmbstorff im Winter Quartier
gelegen, hat er sich des Heylsamben wassers Unser lieben frauen Brünnlein
bedienet, sich darauß gebadet und sein opfer Verrichtet, ist also durch die
fürbitt der Seelligisten Jungfrauen und Mutter Gottes Mariae frisch und gesund
in Kurzer Zeit worden, destwegen eine Schriftliche Attestation mit aigener hand
geschrieben, sein gewöhnliches Pettschaft hierunder gestölt, sein handschrifft
ist mit 2. Buchstaben Geschriben, nämblich ein F: und S:
38. Viel Und
Underschidliche opfertäflein Groß und klein, darauf Underschidliche heyllige
Gottes gemahlen seyndt, auf welchen etlichen nichts als ex Voto, und auß glübt
hiehero geopfert worden, geschriben ist, Und ob schon die Ursach warumben
Solche taflein geopfert worden, nicht benennet worden, ist Kein Zweifel, daß
sye nicht alle durch die getreue fürbitt Maria der Himmelskönigin seind Von
ihren gebrechlichkheiten entlediget worden, den Vielleicht ohn allen Zweifel
sye die Ursachen, auß gewisser Ursach
nit haben beschreiben lassen, auch hat man der Zeit hero khein nachforschung
getan, Und oft manches weib Von ihrem Mann. Auch mancher Mann Vor seinem weib
nicht am tag bringen dörffen, wie dan ich schreiber dißes etwaß in erfahrung
khomen, daß nichts auf denen taflein geschriben stehet, auch sye mir nit auß
gewissen Ursachen Zuerkhennen sich geben haben.
39. Anno 1677. Den
30igsten May, khombt die wohl Edl gebohrene auch gestrenge Frau, Frau Mariana
Stesslin, Von Sibenhirten, Wallfahrten an, und dem oberCapel, Vatter, selbste
Thoman Grueber selbsten Mündlich bekhennet, daß sye lange Zeit an ihren
beiden Ren: füessen grossen Schmerzen erlitten, also Zwar, daß sye entlich ein
geraumbe Zeit mit Krueckhen Zugehen sich hat behelffen müssen, da sye sich aber
im solchem Ellend befande, rueffet sye Zu der Muetter der Barmherzigkheit umb
hülff Und beystandt an, mit Versprechen wan sye widerumben ohne Krueckhen werde
gehen Khönen, wolle sye eine Silberne ampel Zu Unser Lieben frauen Capeln
nacher Wilhelmbstorff opfern, welche Verlöbnus so Kräfftig, daß syr in Kurzer
Zeit, Von Gott, durch die Starckhe fürbitt der allerseelligisten, allezeit reinen
Jungfrauen und Muetter Gottes Mariae, ihren Verlangen nach, ohne Kruckhen Zu
gehen, Vermächte, derowegen Zu Schuldiger Dankhsagung, sye die Versprochene
Silberne ampel So 27. Loth gewogen dem
Allmächtigen Gott und seiner werthen Muetter Mariae hat aufgeopfert, und
solches Von Vorgemelten ober Capeln Vatter Thoman Grueber Zu verzaichnen
begehrt.
40. Anno 1677. Den
7. Juny, Khombt ein Mann Von Pärzenthall nambens Hannß Mayer, Zu Unser lieben
frauen Brünnlein, Wallfahrten an, und bekhennet selbsten bey freien gewissen,
ohne mänigliches begehren, im beyweßen zweyer herren P: F: Capuciner, und 3.
Capeln Vätter, namblich P: Janndrig. Ex F. Beno. Thoman Grueber
andreas Lang und Georgen Maßcowizer, daß er ... 1669. Aller Wasser sichtig
geweßen, und von Kheinerley weltlichen Mitteln, wievill er deroselbigen
gebrauchet hat, nicht hat Khönen darvon erlödiget werden, entlich hat er sich
auß rath gueter Leuth, Zu der allgemainen Nothhelfferin Maria gewendet, sich Zu
Unser lieben frauen Brünlein nacher Wilhelmbstorff Jährlich so lang er leben
wird, mit einem Wächsternen Mannsbild Zu opffern Versprochen, sich alhero Zu
Unßer lieben frauen Brünnlein begeben, diß heyllsamben wassers sich bediennet,
in der Capelln sein gebett Zu Gott und Unser lieben frauen fleißig taglich Verrichtet,
Ist er Von Gott, durch die Kräfftige fürbitt, der allerrainsten Jungfrauen Und
Muetter Gottes Mariae, und dißes heyllsamben wassers, seines Zustands der
wassersucht, in 3. Wochen erlödiget worden, Zum Zeugnus die Herren Vorbemühete
P: F: Capuciner einer iher handschriften hierunden geschriben haben,
Fr‘
Januarius Prister und prediger Und Unwürdiger Capuziner bezaig wie oben.
Fr:
Benno Laiodes bezeuge wie oben ... Unwürdiger Capuz.
41. Zacharias
Lang, Von Mülschiz auß Mähren gebürthig, hat in dem fürstl: Liechtenstainischen
Marckht Poystorff', bey dem Ehrsamben auch Vorgeachten Herrn Hannßen Demkh,
buergern aldort ain Jahr lang gediennet, in Wehrunder Zeit aber tödtlich
erkhranket, darauf auch an händt Und rdo: füessen ganz erkhrumbet, Und erlambt,
Und also armseellig Und so Ellend worden, daß er nicht sizen, weder sich
Umbwenden Kunte, bey dißen seinen betrüebten Zustandt, hat er sich Zu Unßer
lieben Frawen Brünnlein und Capelln, nepst wilhelmbstorff‘, Verlobt, den ganzen
Sommer durch aldar so armseellig gelegen, sich dißes hayllsamben Wassers
bedienet, ist er Von Gott, Durch die getrewe Mütterliche fürbitt, der Himmel
Königin Maria, Und dißes heyllsamben wassers Zu Völliger gesundheit gelanget,
... nach glaubwürdig: und gründlicher erforschung, der hochwürd: und geistl:
herr Joann Herman Rieneckher, S: S: Theol: Dr: Und Pfarrherr Zu Poystorff, iher
gemelten Zacharia Lang eine Schriftliche Attestation, mit handschrift und
Pettschafft ertheilt.
42. Anno 1677. Den
18.ten May Khombt ein Lediger gesell nambens Hannß Khnoll Von Münzbach auß den
land ob der Enß gebürtig, seines Handwerkhs ein Zimmerman, Zu Unßer lieben
Frauen Brünlein nacher wilhelmbstorff, dennen dreyen Capeln Vattern Thoman
Gruebern, Andreas Lang Und georg Maßcovizer angedruttet, wie der Klare Augenschein
geweßen ist, daß er Vergangenen Winter Krankh geweßen, hernach aber da er
widerumben gesund worden ist, hat er alle beide ren: füeß erfröret, Und iher
der brand darzu Khomen, daß iher an dennen redo: allen fueß Zehen biß an daß
glidt daß fleisch hinweckgefaullet, daß man die bein bloß gesehen hat, also daß
er weder in Sal: Schuch noch strimpf hat schlieffen Könen, ist also erbärmlich
Und Ellend herumb gangen, da er aber 5. Wochen bey Unßer lieben brünnlein
aufgehalten hat, diß heylsamben wassers sich des tags etlich mal bedienet, ist
er durch die Starckhe fürbitt der Seel: Muetter Gottes Mariae, Und dißes
heylsamen wassers Zu seiner Vorigen gesundheit khomen, das er seinen handwerckh
wie Vorhero nachgehen Khan.
43. Anno 1677.
Thobias Weniger, Von Schwannenstatt aus dem Land ob der Enß gebürthig, hat Vor
etlichen Jahren Un...ersehens einen Schaden im Angesicht, gleich seinem
Umbfressenten Krebs bekhomen, Solchen Zu Curiren Unterschidliche berühmbte
Herren Medicos Chirurgos Gebrauchet, Und alles daß seinige darauf Verwendt,
aber Zu Ainziger gesundheit nit gelangen Könen, Alß er aber erfahren, Und mit
augen gesehen, daß alle Menschliche hilf Und Kunst umbsonst ist, hat er sich
Vor einem Jahr Zu Unser lieben Frauen Capellen bey den gnaden brünlein Zu wilhelmbstorff
Verfüget, sich dißes heylsamben wassers bedienet, und ist durch die Kräfftige
fürbitt der Allerseelligesten Jungfrauen Und Muetter Gottes Mariae Zu Völliger
gesundheit, wider Jedes männigliches Verhoffen, gelanget, Zu schuldiger Damkhbarkheit, hat er so ein gemalte Votiv
taffel aufgeopffert, solches bezeuget der hochw: Herr Hohann Hermann Rieneckher
SS: Theol: Doctor. Und Pfarrern Zu Poystorff mit Aigener handschrifft und
Pettschafft, welche abschrifft SS: Pfarrer selbsten geschriben, welche noch Vorhanden
ist.
(Ende von Thomas Grueber)